COACHWERK
Trainings · Sauber gebaut
Für absolute Trainer-Anfänger

Werd ein guter Trainer.
In 30 Minuten Lesezeit.

Du musst plötzlich eine Mannschaft trainieren? Dein Kind spielt Fußball und du sollst aushelfen? Kein Problem — hier lernst du alles, was du als Trainer wirklich brauchst. Ohne Fachbegriffe, ohne Vorwissen, ohne Schnickschnack.

Bevor wir loslegen

Keine Angst — du musst kein Fußball-Profi sein.

Ein guter Trainer ist nicht der, der am meisten weiß. Sondern der, der seinen Spielern eine schöne Stunde gibt, in der sie viel am Ball sind und etwas dazulernen. Mehr nicht. Das schaffst du — versprochen.

Du brauchst:
  • · Ein paar Hütchen (10-15 Stück)
  • · Bälle (1 pro Spieler ideal)
  • · Leibchen in 2 Farben
Was du NICHT brauchst:
  • · Trainerschein
  • · Profi-Erfahrung
  • · Komplizierte Pläne
Worauf es ankommt:
  • · Gut zuhören
  • · Loben statt motzen
  • · Die Kinder spielen lassen
Kapitel 1

Wie baue ich ein Training auf?

Stell dir vor, du gehst ins Restaurant. Du fängst nicht direkt mit dem Hauptgericht an, oder? Du bekommst erst ein Brötchen, dann eine Vorspeise, dann das Hauptgericht, dann den Nachtisch. Genauso ist ein Training aufgebaut: in vier Teilen, die aufeinander aufbauen.

Bevor du auf den Platz gehst — kurz prüfen:
  • ☑️ Wie ist das Wetter? (Regen → andere Übungen)
  • ☑️ Wie viele Kinder kommen heute?
  • ☑️ Ist der Platz okay oder voll Schlamm?
  • ☑️ Hab ich genug Bälle und Hütchen?
  • ☑️ Was war letzte Woche das Thema?
  • ☑️ Sind alle gesund oder ist jemand verletzt?
1

Aufwärmen mit Ball

ca. 15 Minuten

Körper warm machen, damit niemand sich gleich zerrt — und gleichzeitig schon mit dem Ball spielen.

Wichtig: Niemals langweilig laufen lassen! Die Kinder sind zum Fußballspielen da. Gib jedem einen Ball in die Hand.

Übung zum Klauen

Beispiel zum Klauen: Alle Kinder dribbeln durch ein Viereck. Auf Pfiff: Ball mit der Sohle stoppen, einmal um den Ball laufen, weiter dribbeln. Nach 2 Minuten: Pfiff bedeutet jetzt 'Ball anheben und fangen'.

2

Hinführung

ca. 10 Minuten

Übergang zum heutigen Thema. Die Kinder kriegen schon mal die Bewegung in den Körper, die später wichtig wird.

Hier redest du wenig und lässt viel machen. Die Kinder müssen den Bewegungsablauf einfach mal spüren.

Übung zum Klauen

Beispiel: Wenn du heute Passen üben willst — Kinder in zwei Reihen gegenüber, einer passt zum anderen, läuft hinterher, hinten anstellen. Nach 3 Minuten Seitenwechsel.

3

Übungsteil

ca. 20 Minuten

Eine bestimmte Sache richtig lernen — durch viele Wiederholungen.

Hier darfst du als Trainer öfter unterbrechen und Tipps geben. Die Wege sind klar: jeder weiß, wohin er den Ball spielt und wo er hinläuft. Wie ein kleines Bewegungsmuster, das man immer wiederholt.

Übung zum Klauen

Beispiel: Vier Hütchen im Quadrat. Spieler 1 passt zu Spieler 2, läuft zur Position von Spieler 2. Spieler 2 passt zu Spieler 3 usw. Klingt simpel — aber so lernen die Kids saubere Pässe.

4

Spielteil (das Herzstück!)

ca. 30-40 Minuten

Echtes Fußballspielen — aber mit kleinem Trick, sodass das Gelernte oft vorkommt.

Hier wird gespielt! Du gibst eine kleine Sonderregel vor (z.B. 'vor dem Tor muss jemand quergepasst haben'). Lass das Spiel laufen, unterbrich nur, wenn's wirklich nötig ist.

Übung zum Klauen

Beispiel: 3 gegen 3 auf zwei kleine Tore. Wer den Ball erobert, muss innerhalb von 5 Sekunden aufs Tor schießen. Macht es spannend und schnell.

💡 Auf einen Blick

Aufwärmen → Heranführen ans Thema → Üben → Spielen. Diese Reihenfolge funktioniert IMMER. Egal welches Alter, egal welches Thema.

Kapitel 2

Trainer-Begriffe — was heißt eigentlich was?

Wenn du im Internet oder von anderen Trainern Begriffe hörst, die du nicht verstehst — kein Problem. Hier sind die wichtigsten in normaler Sprache erklärt.

ÜbungsformWenn alle Spieler das Gleiche machen, ohne Gegner.

Beispiel: Alle stehen in einer Reihe und passen abwechselnd auf ein Tor. Klare Wege, kein Stress, viel Wiederholung. Perfekt zum Lernen einer Technik.

SpielformEin echtes kleines Spiel — aber mit einer Sonderregel.

Beispiel: 4 gegen 4 auf zwei Tore, aber: Tore zählen nur, wenn vorher quergepasst wurde. Das ist eine 'Spielform' — sieht aus wie ein normales Spiel, fördert aber gezielt eine bestimmte Sache.

StellschraubeEin kleiner Trick, um eine Übung leichter oder schwerer zu machen.

Stell dir vor, du drehst an einer Schraube — die Übung verändert sich. Du kannst z.B. das Feld kleiner machen (= schwerer), oder mit mehr Spielern einer Mannschaft starten (= leichter für diese Mannschaft). Dazu mehr in Kapitel 3.

Schlüsselfigur / SchlüsselpositionDer wichtigste Spieler oder der wichtigste Punkt auf dem Feld in einer Situation.

Beispiel: Wenn dein Sturm das Tor schießen soll, ist der Stürmer die Schlüsselfigur. Bei einer Eckball-Übung ist die Schlüsselposition der Strafraum, weil dort das Tor fällt.

CoachenIm Training oder Spiel den Spielern Tipps geben.

Coachen ist nicht 'rumbrüllen'. Coachen heißt: zur richtigen Zeit, dem richtigen Spieler, das Richtige sagen. Manchmal nur ein 'Stark, weiter so!', manchmal eine kurze Erklärung.

AnspielstationEin Spieler, zu dem man gerade passen kann.

Wenn dein Stürmer den Ball hat und du sagst 'er hat keine Anspielstation', meinst du: kein Mitspieler steht frei, zu dem er passen könnte. Alle sind gedeckt.

PressingDen Gegner mit dem Ball schnell und nah anlaufen.

Wenn der Gegner den Ball hat, gehst du sofort hin und nervst ihn, damit er Fehler macht. Statt zurück zu laufen — vor laufen. Das ist Pressing.

Über-/UnterzahlMehr oder weniger Spieler als der Gegner.

3 gegen 2 = Überzahl für die 3er. Das macht es leichter für sie. 2 gegen 4 = Unterzahl. Macht es schwerer. Du kannst das gezielt einsetzen, um etwas zu üben.

SpielflussWenn das Spiel ohne Unterbrechung läuft.

Spielfluss = die Kinder spielen einfach durch, du als Trainer redest nicht ständig rein. Wichtig: nicht jeden Fehler stoppen, sonst stehen die Kinder mehr als sie spielen.

Kapitel 3

Die 4 Tricks für jede Übung

Du hast eine Übung — aber sie funktioniert nicht so wie du willst? Vielleicht ist sie zu leicht oder zu schwer? Vielleicht passiert nicht das, was du sehen willst? Kein Problem! Mit diesen 4 Tricks (die Profis sagen "Stellschrauben" dazu) kannst du jede Übung anpassen.

So funktioniert das in echt: Du machst eine Übung — die Kinder spielen sich tot, aber es passiert nichts Spannendes. Was machst du? Du drehst an einer der 4 "Schrauben" unten. Dann sieht alles plötzlich anders aus.
1

Das Spielfeld verändern

Wie sieht das Feld aus?

Mach das Feld breiter, schmaler, länger, kürzer. Zeichne Zonen ein. Sperre Bereiche. Allein durch die Form des Feldes ändert sich, was passiert.

So funktioniert's in echt

Beispiel: Das Feld ist sehr breit → es wird viel über die Außenbahn gespielt. Du machst das Feld schmal → es passiert mehr in der Mitte.

2

Mehr oder weniger Spieler

Wer spielt wie?

Eine Mannschaft kann mehr Spieler haben als die andere. Das macht Sachen leichter oder schwerer.

So funktioniert's in echt

Beispiel: 4 gegen 2 — die 4er-Mannschaft hat es leicht, kann gut kombinieren. So lernen Anfänger das Passen ohne Stress. 2 gegen 4 — die 2er-Mannschaft muss kämpfen, lernt Verteidigung.

3

Punkte vergeben

Wofür gibt's was?

Du belohnst genau das, was du sehen willst. Wofür gibt's Punkte? Wofür gibt's BESONDERS viele Punkte?

So funktioniert's in echt

Beispiel: Ein normales Tor zählt 1 Punkt. Ein Tor nach einem Doppelpass zählt 3 Punkte. Plötzlich gibt's ganz viele Doppelpässe — weil das Kindern Spaß macht.

4

Eine Regel hinzufügen

Was MUSS passieren?

Du machst eine kleine Sonderregel, die etwas Bestimmtes erzwingt. Klingt fies, ist aber sehr effektiv.

So funktioniert's in echt

Beispiel: 'Vor dem Tor muss einmal mit dem schwachen Fuß gepasst werden.' Schon trainieren alle den schwachen Fuß — ohne dass du es erklären musst.

💡 Mega-wichtig

Ist das Feld zu groß und es passiert zu wenig? Mach das Feld kleiner — nicht die Regeln komplizierter. Die meisten Probleme im Training löst man, indem man am Platz etwas verändert. Nicht durch lange Erklärungen.

Kapitel 4

Wie sage ich's den Kindern?

Coachen heißt nicht: rumbrüllen am Spielfeldrand. Coachen heißt: zur richtigen Zeit, das Richtige sagen. Und das ist gar nicht so schwer, wenn du zwei Sachen unterscheidest:

Beim Üben (Übungsform)

Du darfst ruhig öfter unterbrechen

Wenn die Kinder eine bestimmte Technik üben sollen — z.B. Passen — darfst du jeden Versuch korrigieren. Du gehst rum, schaust hin, gibst Tipps. Wenn etwas falsch ist, stopp, kurz erklären, weitermachen.

Beispiel-Tipp an einen Spieler: "Schau mal, du stehst zu weit weg vom Ball, wenn du passt. Stell dich näher dran — so."

Beim Spielen (Spielform)

Lass die Kinder spielen, ohne ständig zu reden

Wenn sie ein kleines Spiel spielen — lass das Spiel laufen! Du redest nur kurze Ansagen vom Spielfeldrand. Stoppe nur, wenn etwas Großes falsch läuft oder wenn alle den gleichen Fehler machen.

Beispiel-Tipp im Spiel: "Lukas, Augen auf! Da hinten steht jemand frei!" Kurz, klar, weiter geht's.

Wenn du wirklich mal alle stoppen musst — so machst du's richtig

FALSCH ist: Pfiff — alle stehen still — du redest 3 Minuten — alle haben vergessen, worum es ging. So macht's KEIN Profi-Trainer. Hier die richtige Methode in 4 Schritten (Trainer nennen das die "Standbild-Methode", weil du das Bild kurz "einfrierst"):

  1. 1

    Stopp rufen

    von: Du

    Laut und klar: 'STOPP!' Alle bleiben sofort stehen, wo sie sind. Wie eingefroren. Wie ein Standbild im Film. Kein Diskutieren. Wer sich bewegt, macht 5 Liegestütze.

  2. 2

    Kurz erklären

    von: Du

    Du gehst hin, wo es passiert ist. Zeigst es mit deinem eigenen Körper — am besten mit Ball. Nicht länger als 30 Sekunden reden! Mehr merken sich Kinder nicht.

  3. 3

    Nochmal in Zeitlupe

    von: Die Spieler

    Die Spieler machen die Situation noch einmal in Zeitlupe richtig. So bleibt das Bild im Kopf. Dauert nur 20 Sekunden.

  4. 4

    Weiter geht's

    von: Alle

    Alle gehen zurück zur Startposition. Pfiff. Spiel läuft weiter. Die komplette Unterbrechung sollte maximal 1 Minute dauern.

Das hängt auch vom Alter ab

Ein 7-Jähriger ist nicht wie ein 15-Jähriger. Klar. So passt du dich an:

🧒

Kleine Kinder (6 - 11 Jahre)

  • • Nur grobe Sachen korrigieren — keine Details
  • • Kaum unterbrechen — sie sollen spielen!
  • • Statt zu erklären: Übung leichter/schwerer machen
  • • Viel loben, laut, auch übertrieben — sie lieben das
  • • Kurze Erklärungen — maximal 30 Sekunden
🧑‍🎓

Größere (12 Jahre und älter)

  • • Mehr Details erklären — sie wollen es verstehen
  • • Häufiger unterbrechen, aber mit Sinn
  • • Auch mal Fragen stellen: "Was war hier das Problem?"
  • • Lob mischen mit ehrlicher Kritik
  • • Erklärungen dürfen länger sein — sie können zuhören
Kapitel 5

So lobst und kritisierst du richtig

"Konzentrier dich mal!" — kennst du den Spruch? Bringt nichts. Der Spieler weiß ja gar nicht, was er konkret tun soll. Gute Trainer machen es so:

Die 3-Schritte-Regel für gutes Feedback
  1. 1. Sag, was du gesehen hast.
  2. 2. Sag, wie das auf dich wirkt.
  3. 3. Sag, was du dir wünschst.
1
Was hast du gesehen?
Erst beobachten, dann sagen, was du gesehen hast — NICHT bewerten.
❌ So nicht

„Du bist heute total schlecht!“

✅ Besser so

„Mir ist aufgefallen, dass du dich in den letzten 10 Minuten viel im Mittelkreis aufhältst.“

Warum? Im schlechten Satz steckt eine Bewertung ('schlecht'), die der Spieler nicht versteht. Im guten Satz steht ein Fakt, den er nachvollziehen kann.

2
Wie wirkt das auf dich?
Sprich von DIR — nicht: 'Du bist...', sondern: 'Ich finde...'
❌ So nicht

„Das ist unmöglich!“

✅ Besser so

„Ich habe das Gefühl, dass uns dadurch im Angriff einer fehlt.“

Warum? 'Unmöglich' klingt wie ein Urteil. Mit 'ich habe das Gefühl' zeigst du, dass es deine Sicht ist — der Spieler kann mitdenken statt sich anzugreifen lassen.

3
Was soll konkret passieren?
Sag genau, was du sehen willst — nicht nur, was er falsch macht.
❌ So nicht

„Reiß dich endlich zusammen!“

✅ Besser so

„Ich möchte, dass du in den nächsten 10 Minuten mindestens dreimal weiter nach vorne läufst.“

Warum? 'Reiß dich zusammen' — wie soll er das machen? Mit klaren, konkreten Ansagen weiß der Spieler genau, was er tun soll.

Eine Weisheit zum Mitnehmen

"Ich muss als Trainer jeden Spieler unterschiedlich behandeln — damit ich am Ende alle gleich behandle."

Übersetzt: Jedes Kind ist anders. Das eine braucht klare Ansagen, das andere ein Schulterklopfen, das dritte braucht erst mal eine Umarmung. Du behandelst sie nicht "ungleich", wenn du sie unterschiedlich behandelst — du gibst jedem das, was er gerade braucht.

Kapitel 6

Eltern, Schiri, Mannschaft

Als Trainer redest du nicht nur mit deinen Kindern. Du redest mit den Eltern. Mit dem Schiedsrichter. Mit anderen Trainern. Und — sehr wichtig — am Spieltag mit deinem Team. Hier die wichtigsten Situationen:

Ansprache vor dem Spiel

Profi-Trainer machen das in zwei Schritten — vor dem Aufwärmen und nach dem Aufwärmen. Warum? Weil das Gehirn vor und nach körperlicher Belastung unterschiedlich aufnahmebereit ist.

Schritt 1 — VOR dem Aufwärmen
Ruhig und sachlich

Hier geht's um den Plan. Was haben wir trainiert? Was machen wir heute? Wer spielt wo? Was kommt vom Gegner?

→ KEINE neuen, komplizierten Sachen!
→ Auf das beziehen, was sie schon können
→ Maximal 5 Minuten reden
Schritt 2 — NACH dem Aufwärmen
Emotional und motivierend

Jetzt geht's um Bock! Aufeinander einschwören, Stärken hervorheben, alle anschauen, jedem ein Wort sagen.

→ "Wir sind gut vorbereitet!"
→ "Das ist unser Heimspiel — die kommen heute nicht durch!"
→ Maximal 1 Minute, dann auf den Platz

Wie redest du mit dem Schiedsrichter?

Eines vorweg: Der Schiri macht das in seiner Freizeit, oft ehrenamtlich. Er bekommt Geld dafür, aber nicht viel. Er macht Fehler — wir alle machen Fehler. Was du als Trainer vorlebst, machen deine Spieler und deine Eltern nach. Brüllst du den Schiri an? Tun's alle anderen auch.

Vor dem Spiel
  • Hand geben, freundlich begrüßen
  • Kurz vorstellen, wer du bist
  • Du bist der Ansprechpartner — nicht die Eltern
Während des Spiels
  • Niemals brüllen
  • Keine wilden Gesten in seine Richtung
  • Wenn Eltern brüllen → DU sagst was zu deinen Eltern, nicht zum Schiri
Nach dem Spiel
  • Hand schütteln, danken
  • Strittiges in Ruhe besprechen
  • Auch nach Niederlage: höflich bleiben

Tipps für den Umgang mit Eltern

  • Sei am Spielfeldrand nicht erreichbar für Diskussionen. Beim Spiel coachst du — du diskutierst nicht mit Vätern. Sag freundlich: "Reden wir nach dem Spiel."
  • Bei Problemen: Vier-Augen-Gespräch. Niemals vor anderen Eltern Konflikte austragen.
  • Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Auch wenn's manchmal nervt — versuch das immer im Kopf zu behalten. Sie meinen es nicht böse.
  • Klare Ansagen am Saisonbeginn: Was erwartest du? Pünktlichkeit, Trainingsbeteiligung, Verhalten. So weiß jeder, woran er ist.
Kapitel 7

Die wichtigsten Regeln

Wenn du nur EINS aus diesem Text mitnehmen sollst: diese Goldenen Regeln. Druck sie aus, häng sie an die Wand, lies sie vor jedem Training. Sie machen aus dir einen besseren Trainer als 90% aller Hobby-Trainer.

Das solltest du machen
  • Mehr zeigen als reden. Kinder lernen durch Anschauen, nicht durch lange Vorträge. Mach es vor, mach es mit. Eine Demo schlägt 1000 Worte.
  • Loben laut, kritisieren leise. Wenn was gut läuft, ruf es übers ganze Feld: "Stark, Max!" Wenn was schlecht ist, geh hin und sprich leise.
  • Viel Spielzeit, wenig Wartezeit. Kein Kind sollte länger als 30 Sekunden in der Schlange stehen. Schlangen bedeuten: Übung umbauen.
  • Stell dich da hin, wo der wichtigste Spieler hinguckt. Wenn er dich sehen kann, hört er besser zu.
  • Frag, statt zu belehren. "Was hättest du anders machen können?" — Kinder denken mit, statt nur zuzuhören.
  • Verlange nur, was du einmal erklärt hast. Sonst ist's unfair.
Das solltest du lassen
  • Sei kein "Joystick-Trainer". Das heißt: Du steuerst nicht jeden Schritt der Kinder vom Spielfeldrand. Lass sie selbst denken und entscheiden.
  • Stopp nicht alle wegen einem. Hat nur einer Mist gebaut? Geh zu IHM hin. Stopp nicht alle.
  • Brülle nicht ohne Inhalt. "Konzentration!" hilft keinem. Sag, WAS er machen soll.
  • Verlange keine Profi-Sachen von Anfängern. Erst die Basis, dann die Feinheiten.
  • Vergleich keine Kinder miteinander. Nicht: "Schau mal, der Lukas kann das schon." Stattdessen: "Du bist heute viel besser als letzte Woche!"
  • Beschwer dich nicht über deine Mannschaft beim Schiri. Halt das Team-intern.

Faustregel:
Machen alle den gleichen Fehler? → Stopp für alle.
Macht nur einer Mist? → Geh zu IHM.

Genug Theorie. Jetzt in die Praxis.

Du weißt jetzt, wie ein gutes Training aussieht. Such dir passende Übungen aus dem Katalog raus, oder lass dir vom KI-Planer eine komplette Einheit zusammenstellen — passend zu deiner Mannschaft.