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SpielformMittel-Fortgeschritten

Biathlon mit Ball — der Vorbereitungs-Parcours

Die Spieler trainieren in einer einzigen laufintensiven Übung Tempodribbling, Finten, Drehungen, Slalom, Torschuss und Tempowechsel — alles parallel und durch den Wettkampf-Charakter ohne Wartezeit. Konditionstraining läuft 'versteckt' mit, die Kids merken es kaum weil sie zu beschäftigt sind. Perfekt für die Saisonvorbereitung wenn du sowohl Technik als auch Kondition aufbauen willst, ohne dass die Kids langweilige Laufeinheiten machen müssen.

Kondition mit BallTempodribblingFintenTorschussSaisonvorbereitung
Schuss-Linie aus Plättchen1. Tempodribbling2. Pass + Sprünge3. Slalom4. Finten5. 360° + rückwärts6. Slalom lang7. Torschuss1Rot Start1Blau StartN1Weiß Start45 × 70 Schritte (Biathlon-Parcours)
Team A
Team B
Neutral / Anspieler
Hütchen
Pass
Dribbling
Laufweg
Schuss
4.7
169 Bewertungen
Wie findest du die Übung?
Spieleranzahl
9 Spieler (3 Teams à 3)
Platzgröße
45 x 70 Schritte
Material
31 große Hütchen (gelb oder neutral), 6 farbige Hütchen (2 rot, 2 blau, 2 weiß), 5 Mini-Tore, 2 Fahnen, 3 Bälle, 5 Stangen (lang), 3 Dummies (Spieler-Attrappen), 8-10 Markierungsplättchen, 3 kleine Aufsteller mit Hütchen zum Stapeln (rot/blau/weiß), 9 Leibchen (3 rot, 3 blau, 3 weiß)

Aufbau

Du brauchst ein Feld von etwa 45 Schritten Breite und 70 Schritten Länge. Stell die 10 Stationen im Uhrzeigersinn auf, sodass jeder Spieler den Parcours als eine durchgängige Schleife läuft und nach der letzten Station wieder am Start ankommt. Station 1 ist der Startpunkt mit einem normalen Hütchen — daneben legst du die 3 Bälle bereit. Station 2 ist eine Fahne in etwa 15 Schritten Entfernung vom Start. Station 3 ist ein Mini-Tor mit zwei quer aufgelegten Stangen direkt dahinter (etwa 1 Meter Abstand zueinander). Station 4 ist ein Slalom aus 5 Hütchen in gerader Linie, je 2 Schritte auseinander. Station 5 sind zwei Dummies im Abstand von je 4 Schritten — die Finte-Station. Station 6 ist ein einzelnes gelbes Hütchen für die 360°-Drehung. Station 7 sind 5 Hütchen in einer Reihe für das Rückwärtsdribbeln. Station 8 ist eine einzelne Stange. Station 9 ist ein lang gezogener Slalom aus 10 Hütchen (etwa 3 Schritte auseinander). Station 10 ist das Schießzentrum für jedes Team: drei farbige Mini-Tore (eins rot, eins blau, eins weiß) je in 8 Schritten Entfernung von einer Schuss-Linie aus Markierungsplättchen. Hinter jedem Mini-Tor steht der entsprechend farbige Aufsteller, auf den bei Fehlschüssen kleine Hütchen gestapelt werden. Teile die 9 Spieler in 3 Teams à 3 Spieler ein. Jedes Team bekommt eine Farbe (rot, blau, weiß), Leibchen anziehen. Pro Team läuft IMMER nur einer im Parcours — die anderen zwei warten am Start und übernehmen nacheinander.

Ablauf

Schritt 1: Du als Trainer rufst die 9 Spieler zusammen und erklärst grob den Parcours — das dauert etwa 5 Minuten. Wichtig: KEIN langes Theorie-Geschwafel, lieber die Stationen in 2 Beispiel-Durchläufen ohne Wettkampf zeigen. Schritt 2: Du teilst in 3 Teams à 3 Spieler ein und gibst jedem Team seine Leibchen-Farbe (rot, blau, weiß). Die 3 Teams stellen sich nebeneinander am Start auf. Jeder Spieler eines Teams bekommt eine Reihenfolge: erst Spieler A1, dann A2, dann A3. Gleiches für die anderen Teams. Schritt 3: Du pfeifst den Start. A1, B1 und W1 (je einer pro Team) starten zeitgleich am Hütchen, jeder mit einem Ball am Fuß. Sie dribbeln im Tempo zur Fahne (Station 2), etwa 15 Schritte entfernt. Schritt 4: An der Fahne ankommend passt jeder Spieler seinen Ball ins Mini-Tor (Station 3), das gleich dahinter steht. Falls der Pass nicht ins Tor geht, muss er den Ball nochmal holen — wir wollen einen sauberen Pass, keinen Zufallstreffer. Schritt 5: Sobald der Pass im Tor war, springt der Spieler über die zwei quer gelegten Stangen, die direkt hinter dem Mini-Tor liegen. Beide Beine zusammen, sauber abdrücken — nicht drüberstolpern. Schritt 6: Der Spieler holt seinen Ball wieder (entweder hinter dem Tor oder neben dem Slalom) und dribbelt durch den kurzen Slalom aus 5 Hütchen (Station 4). Wichtig: enge Ballführung mit beiden Fußseiten, kein wildes Schießen. Schritt 7: Direkt nach dem Slalom kommt die Finten-Station (Station 5) mit zwei Dummies. Der Spieler muss am ersten Dummy LINKS vorbei mit einer Finte, am zweiten Dummy RECHTS vorbei mit einer Finte. Die Reihenfolge und die Art der Finte (Übersteiger, Schere, Körpertäuschung) darf er selbst wählen — Hauptsache eine echte Finte ist erkennbar. Schritt 8: An Station 6 macht der Spieler eine ENGE 360°-Drehung um das einzelne gelbe Hütchen. Der Ball bleibt dicht am Fuß, idealerweise mit dem Außenrist. Keine Schlampige Schleife — eine saubere komplette Drehung. Schritt 9: Bei Station 7 kommt das Rückwärts-Dribbeln. Der Spieler dribbelt mit dem Ball am Fuß RÜCKWÄRTS von einem Hütchen zum nächsten, durch alle 5 Hütchen der Reihe. Das ist konditionell anstrengend und erfordert Konzentration. Schritt 10: An Station 8 dribbelt der Spieler einmal um die einzelne Stange herum (komplette Umkreisung, Stange in der Mitte). Anschließend Station 9: der lange Slalom aus 10 Hütchen — hier zählt Tempo und enge Ballführung gleichzeitig. Schritt 11: Am Ende des Slaloms dribbelt der Spieler zum farbigen Mini-Tor seiner Mannschaft (Station 10). Dort steht eine Linie aus Markierungsplättchen als Schuss-Linie — er darf NICHT näher ran. Von der Linie aus muss er DREIMAL hintereinander aufs Tor schießen. Zwischen jedem Schuss holt er den Ball selbst zurück und legt ihn wieder hinter die Linie. Schritt 12: Für JEDEN Fehlschuss (der Ball geht NICHT ins Mini-Tor) muss der Spieler hinter das Mini-Tor laufen und EIN kleines Hütchen auf den Aufsteller-Stapel seiner Mannschaft stapeln. Das wird später als Strafzeit-Indikator gezählt. Schritt 13: Nach allen 3 Schüssen (egal ob Tor oder Fehlschuss) dribbelt der Spieler mit seinem Ball zum Start zurück und übergibt ihn an den nächsten Spieler seines Teams. Wichtig: kurze Ballübergabe, weniger als 2 Meter Distanz — keine Wurfübergabe. Schritt 14: Der nächste Spieler (z.B. A2) startet sobald er den Ball hat und durchläuft den gleichen Parcours. So lange bis jeder Spieler ZWEIMAL durchgelaufen ist. Schritt 15: Das Team, das als erstes ALLE 6 Durchläufe abgeschlossen hat (3 Spieler × 2 Runden), gewinnt. Bei Gleichstand entscheidet, welches Team die WENIGSTEN gestapelten Hütchen hat (= wenigste Fehlschüsse).

Variationen

1

Stationen austauschen

Wenn du gerade eine bestimmte Technik trainieren willst (z.B. Kopfbälle oder Volleys), tausch eine der 10 Stationen gegen eine spezielle Station deiner Wahl. Der Parcours bleibt sonst gleich.

2

Eng-Slalom mit Vorgabe

Im Slalom dürfen die Spieler nur mit dem INNENRIST (oder nur Außenrist) dribbeln. Trainiert gezielt eine Technik. Wer falsch dribbelt, muss von vorne anfangen.

3

Versetzter Start bei Kälte

Im Winter oder bei kaltem Wetter: Mannschaften starten versetzt mit 30 Sekunden Abstand. So bleibt niemand stehen und friert. Den Parcours dann etwas verkleinern (z.B. 30 × 50 statt 45 × 70), damit die Spieler nicht erschöpft sind.

4

Schuss-Anzahl variieren

Statt 3 Schüsse pro Durchlauf nur 2 (kleinere Teams) oder 5 (für ältere/fittere Spieler). Mehr Schüsse = mehr Druck = mehr Fehlschüsse = spannenderer Wettkampf.

Stellschrauben

Andere Stationen je nach Trainings-Schwerpunkt austauschenVorgabe der Ballführung (links/rechts/außen/innen) am SlalomVorgabe welche Finte erlaubt ist (Übersteiger, Schere etc.)Bei 360°-Drehung Außen- oder Innenrist vorgebenAnzahl der Durchläufe variieren (1× pro Spieler oder bis zu 3×)Bei kaltem Wetter: versetzt starten + Parcours kleiner machen → keine langen Wartezeiten

Coaching-Schwerpunkte

  • Achte auf ENGE Ballführung im Slalom — Beispiel: 'Ball klebt am Fuß, Lukas! Kleinere Schritte!'
  • Saubere Finten verlangen, keine Schein-Bewegungen — Beispiel: 'Echte Finte, Anna — Hüfte mit reinwerfen!'
  • Tempo nicht vernachlässigen — Beispiel: 'Vollgas, Tim, das ist Wettkampf!'
  • Passgenauigkeit beim Mini-Tor — Beispiel: 'Ruhig durchatmen, gezielt — keine Hektik!'
  • Ballübergabe kurz und sauber — Beispiel: 'Übergabe am Boden, nicht werfen!'
  • Bei 360°-Drehung den Außenrist erinnern — Beispiel: 'Außenrist nutzen, sonst rutscht der Ball weg!'
  • Rückwärts-Dribbeln: Kopf hoch, nicht nur auf den Ball schauen — Beispiel: 'Sieh nach hinten, Konzentration!'

Häufige Fehler

  • !Spieler dribbelt mit zu großen Schritten durch den Slalom — Ball entkommt, Tempo verloren.
  • !Bei der Finte täuscht der Spieler nur mit den Augen, nicht mit dem Körper — das ist keine echte Finte. Hüfte und Schulter müssen mit.
  • !Beim Mini-Tor-Pass passen Spieler überhastig — der Ball geht daneben, sie verlieren Zeit beim Nachholen.
  • !Beim Rückwärts-Dribbeln schauen Spieler nur auf den Ball — bei höheren Geschwindigkeiten Sturz-Gefahr. Kopf muss hoch.
  • !Bei der 360°-Drehung wird die Drehung 'schlampig' gemacht (nur halbe Drehung, Ball weit weg). Wirf einen Pfiff, wenn du das siehst, und lass den Spieler die Station wiederholen.
  • !Beim Torschuss versuchen Spieler nicht ins Tor zu treffen sondern nur den Ball loszuwerden — dann gibt's viele Strafhütchen. Schon im Aufwärmen kurz die Schuss-Linie demonstrieren.

Differenzierung

Leichter machen

Mach den Parcours kürzer — nur 6-7 Stationen statt 10. Lass die schwierigsten Stationen (Rückwärtsdribbeln, 360°-Drehung, lange Slalom) weg. Pro Spieler nur EINEN Durchlauf statt zwei. Schuss-Distanz von 8 auf 5 Schritte reduzieren — fast jeder trifft, weniger Frust, mehr Tempo.

Schwerer machen

Begrenze die Ballkontakte pro Slalom-Hütchen auf maximal 2 (also Ball muss in 2 Berührungen durch). Zeitlimit pro Durchlauf einbauen (z.B. 90 Sekunden) — wer länger braucht, kriegt einen Strafstapel-Hütchen. Schuss-Distanz auf 12 Schritte erhöhen. Drei Durchläufe pro Spieler statt zwei.

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